Bildbearbeitung auf dem Mac ist heute einfacher denn je – es gibt Apps für praktisch jeden Anspruch. Für alle, welche kein extra Geld ausgeben wollen, bietet iPhoto bereits eine Menge von Möglichkeiten.
Wer aber mal etwas eher Ungewöhnliches ausprobieren will, der sollte sich PicFrame anschauen. Die App gibt es bereits eine ganze Weile auf iOS und ich habe sie euch für diese Oberfläche auch schon vorgestellt. Wie gut sie sich auf dem Mac macht, berichte ich euch im folgenden Artikel.
In A Nutshell
Picframe erlaubt euch das Erstellen von “Collagen”, bei denen mehrere Bilder in einem Rahmen zusammengefügt werden können. Ein hochauflösender Export sowie das Teilen in sozialen Netzen ist möglich.
Einfache Bedienung und Schnelle Resultate
Bildbearbeitung klingt immer sehr anspruchsvoll und impliziert Einarbeitungszeit, eine Lernkurve und nicht unbedingt den größten Spaß (außer, man macht es beruflich oder als Hobby). Wer aber schon mal die komplette Bilderausbeute eines Urlaubes sortieren und aufwüschen musste, weiß, dass das schnell zur lästigen Aufgabe werden kann.
Picframe macht es euch aber einfacher als einfach, schnell schöne Resultate zu erzielen.
Wenn ihr die App zum ersten Mal startet, werden euch diverse Layouts angeboten, in die ihr euere Fotos einfügen könnt. Ein Layout wählt ihr mit einem simplen Klick aus.

Picframe hat eine einfach zu bedienende Oberfläche. Links seht ihr die Layouts, rechts kommen die Bilder hinein.
Eure Bilder könnt ihr entweder über den App-eigenen Dialog einfügen, aber noch einfacher ist es, sie einfach via Ziehen und Fallen Lassen in den Rahmen zu integrieren. Sollte euch der Bildausschnitt nicht zusagen, könnt ihr das Bild verschieben oder via eines Schiebereglers zoomen, bis es euch gefällt.

Mit Hilfe eines Schiebers könnt ihr das Bild zoomen, um den richtigen Ausschnitt zu finden.
Bemerkt ihr, dass ihr für ein Bild mehr Platz braucht, als das Layout vorsieht, könnt ihr einfach auf die weißen Trennet zwischen den Bildern klicken und diese verschieben. Picframe bietet euch nicht komplette Freiheit bei der Gestaltung des Layouts an, aber etwas anpassen könnt ihr es so auch.
In der Grundeinstellung sind die Layouts alle quadratisch – da Picframe ja ursprünglich vom iPhone kommt und dort Instagram sehr beliebt ist, wurde das dort übliche quadratische Format für den Mac auch übernommen. Wie bei der iOS Version könnt ihr auf dem Desktop aber auch zwischen Formaten wählen.

Quadratisch passt euch nicht? Dann wählt einfach ein anderes Format aus.
Und zu guter Letzt könnt ihr die Rahmenbreite und das Aussehen des Rahmens anpassen – weiß passt zwar überall, aber manchmal darf es eben ruhig etwas ausgefallener sein. Ihr könnt zwischen Farben und Mustern wählen. Auch die Rundung der Rahmen könnt ihr beeinflussen.

Darf es ein etwas ausgefallenerer Rahmen sein? Picframe bietet auch das an.
Seid ihr fertig, bietet euch Picframe diverse Speicher-Optionen. Ihr könnt die Auflösung (und damit auch die Dateigröße) bestimmen oder gleich via Facebook oder Twitter teilen.

Mit Hilfe des Schiebereglers könnt ihr die Auflösung des Bildes festlegen oder gleich nach Twitter und Facebook teilen.
Was leider fehlt: Filter und Bildbeschriftungen
Was ich sehr schade finde, ist, dass Picframe auf dem Mac nicht den vollen Umfang der iOS Version hat. Eigentlich merkwürdig, dass die Mac Version weniger mächtig ist.
Aber mir fehlen zwei Features wirklich sehr und ich hoffe, dass diese bald nachgeliefert werden: Einmal bietet die iOS Version Filter an. Damit könnt ihr die Bilder, die ihr importiert, noch nachträglich ein wenig aufpeppen. Finde ich persönlich sehr praktisch, weil ich mir dadurch ersparen kann, eine extra Bildbearbeitungsapp aufzurufen. Auf dem Mac geht’s leider nicht anders.
Und was mein Lieblingsfeature bei Picframe auf dem iPhone ist: Die Möglichkeit, eine Bildbeschriftung hinzuzufügen. Sei das ein Datum oder der Ort der Aufnahme oder einfach nur, um welches Ereignis es ging. Dieses Feature hat Picframe aus den ganzen Diptych Apps herausgehoben. Auf dem Mac ist dieses Feature ebenfalls nicht vorhanden.
Fazit
Wer gerne Collagen erstellen will, wie sie durch Picframe möglich sind, wird mit der App einen zuverlässigen Helfer finden, aber wer Picframe vom iPhone kennt, wird von dem reduzierten Funktionsumfang unter Umständen sehr enttäuscht sein.
Was die App macht, macht sie sehr gut. Aber wer mehr gewohnt ist, wird den Kopf hier traurig hängen lassen. Der geringe Preis und der bestehende Funktionsumfang machen Picframe aber trotzdem zu einer attraktiven kleinen App, mit der ihr schnell hübsche Resultate zaubern könnt.
Rating: 



PicFrame
Hersteller: David Boyes
Das könnte Dich auch interessieren:
- PicFrame – Bilder-Sets auf iPhone & iPad rahmen
- Frametastic – Bildcollagen Digital und Analog auf dem iPhone erstellen
- Wie kann ich eine bootfähige OS X Lion DVD erstellen?
- Courier – Gleichzeitiges Posting zu mehreren Online-Quellen ganz einfach
- iStudiez – Studenten/Schülerleben kann so einfach sein!
