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Home» MacApps » Große Enttäuschung: Google kauft Sparrow, Entwicklung eingestellt

Große Enttäuschung: Google kauft Sparrow, Entwicklung eingestellt

20. Juli 2012 | von Julia | MacApps, Meinung

Die Email von Sparrow traf mich wie ein Vorschlaghammer: Google hat die innovative und wunderschöne Email App für iPhone und Mac aufgekauft. Der Hammer dabei: Während es weiterhin Bug-Fixes geben wird, werden keine neuen Features mehr zu den bestehenden Apps hinzugefügt.

We will continue to make available our existing products, and we will provide support and critical updates to our users. However, as we’ll be busy with new projects at Google, we do not plan to release new features for the Sparrow apps. (Offizielles Statement)

Das bedeutet, das ich letzte Woche völlig umsonst Sparrow noch einmal zum reduzierten Preis im App Store gekauft habe, damit ich zukünftig so einfacher Updates bekommen kann (und die Entwickler unterstütze). Mit ein wenig bösem Willen kann man dem Team hinter Sparrow noch unterstellen, dass sie mit der Rabattaktion noch mal ordentlich Geld scheffeln wollten.

Besonders enttäuschend ist das auch, weil sie erst kürzlich eine iPad Version von Sparrow angekündigt haben, die es wohl nun nie geben wird; ganz zu schweigen von Push für das iPhone, auf das viele User sehnsüchtig gewartet haben.

Mein Frust ist gerade enorm hoch – während es für das Entwicklerteam ein tolles Ereignis ist und sicherlich weitere berufliche Möglichkeiten bietet, fühle ich mich als User im Stich gelassen – die Versprechen einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Apps klingen hohl und ärgern mich.

Es mag sein, dass Sparrow in anderer Form als offizielle Google Mail App wieder auferstehen wird, quasi als Phoenix anstatt als Spatz. Es ist nicht unwahrscheinlich, denn Google Mail auf dem iPad und iPhone ist eine nicht besonders tolle Erfahrung und das Sparrow Team kann sich dort sicherlich gut einbringen.

Aber wenn ich als User, welcher der App vom ersten Tag an treu gewesen ist, dann wieder für eine App zahlen muss bzw. weiß, dass dahinter ein Team steht, welches mich schon einmal im Stich gelassen ist, ist mein Vertrauen erst einmal weg. Und nennt mich paranoid, aber Google muss nicht in jedem Aspekt meines Online-Lebens seine Finger drin haben.

Es bleibt uns für den Moment aber nichts weiter übrig, als zu die Tatsachen zu akzeptieren. Wie sind eure Meinungen dazu? Lasst uns in den Kommentaren diskutieren (aber bitte den Anstandston wahren).

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Google, Meinung, Sparrow, Übernahme

28 Kommentare auf “Große Enttäuschung: Google kauft Sparrow, Entwicklung eingestellt”

  1. sebietter sagt:
    20. Juli 2012 um 19:08

    Erst einmal eine kleine Korrektur bzw. Anmerkung: Du schreibst vom Versprechen der Weiterentwicklung der App. Genau das ist nicht passiert, die Entwickler haben selber mitgeteilt, dass die App nicht mehr weiterentwickelt wird und das keine Major Releases mehr folgen werden.

    Ansonsten muss ich dir auf ganzer Linie recht geben. Ich bin einfach nur enttäuscht, sowohl von Google wie auch von Sparrow. Mich trifft es aktuell ziemlich hart, gerade da Sparrow solch eine geniale App ist (oder besser gewesen ist?) und ich diese täglich nutze (genutzt habe?). Ich bin gespannt, was mit der App passiert und hoffe, dass sie wenigstens als Gmail-App wiederauferstehen kann/darf.

    • Julia sagt:
      20. Juli 2012 um 19:10

      Ich bezog mich auf die Versprechungen, die _vor_ der Übernahme gemacht wurden. Dort hieß es immer, dass man mit Hochdruck an neuen Features etc. arbeitet; siehe Push für iPhone und die iPad App. Dazu hätte man wenigstens mal Stellung nehmen können, denn selbst wenn die Entwickler damals noch nicht wussten, dass sie an Google verkaufen, sollte man jetzt User wie uns respektieren und auf unseren Frust eingehen.

      • sebietter sagt:
        20. Juli 2012 um 19:13

        Ok, ich entschuldige mich für die Kritik, ich habe es wohl schlicht falsch interpretiert. Dies ist sicherlich ebenfalls ein Faktor, der mich stört. Irgendwie weiss ich einfach nicht, wie es mit der App weitergehen soll. Soll ich sie weiterhin nutzen? Soll ich eine Alternative suchen`?

        • Julia sagt:
          20. Juli 2012 um 19:16

          Kein Thema ;)

          Ich hab auch schon überlegt, aber ich bleibe erst mal bei den Apps. Ich hab mich dran gewöhnt. Wobei, wenn nächste Woche ML rauskommt werde ich mich wohl oder übel wahrscheinlich erst noch mal an Mail herantrauen – um dann nach 1 Tag völlig entnervt wieder Sparrow zu installieren.

          Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass die App als Google-Phoenix zurückkommen wird … nur ob sie dann noch so gut sein wird, wage ich zu bezweifeln.

          • sebietter sagt:
            20. Juli 2012 um 19:19

            Bisher bin ich auch auf diesem Pfad und denke, ich werde die Apps weiterhin benutzen, schon nur, da sie schlicht die besten Mail-Apps sind.

            Ich habe irgendwie das Gefühl, dass sich Sparrow ähnlich entwickeln wird wie damals Tweetie bei der Übernahme von Loren Brichter durch Twitter, also dass sich die App zur Gmail.app entwickeln wird und immer mehr an Qualität verlieren wird. Traurig, aber ich bin überzeugt, es wird sich so entwickeln .

  2. iLama sagt:
    20. Juli 2012 um 19:10

    Also mich verwundert das keinesfalls, allerdings trifft es mich auch nicht so hat wie euch. Ich habe die App irgendwie nie genutzt, am iPhone.

  3. Björn sagt:
    20. Juli 2012 um 19:13

    Ich habe lange nach einem Ersatz der IOS Mail App gesucht. In Sparrow dachte ich eine gefunden zu haben. Wieso muss Google sich eigentlich alles einverleiben? Wie soll das enden? In eine Welt ohne Alternativen?

    Vielleicht ja wie in ‘Demolition Man’, da hat Pizza Hut die Franchise Kriege gewonnen! ;-)

    • Julia sagt:
      20. Juli 2012 um 19:17

      Das mit dem Mangel an Alternativen habe ich mir auch schon gedacht. Die haben Mail, die haben YouTube, die haben Sparrow, die haben wer weiß was noch … und damit hab ich irgendwie ein Problem. Wenn Dropbox jetzt noch von denen einverleibt werden sollte oder Tweetbot dann schwöre ich meiner Online-Existenz ab.

      • sebietter sagt:
        20. Juli 2012 um 19:24

        Es entwickelt sich aktuell sowieso in jene Richtung, dass immer mehr zentralisiert wird und wir immer mehr Dienste von ein und demselben Anbieter nutzen. Immer mehr Dinge werden wir bei Google, Facebook und Apple (und evtl. noch anderen “Big-Playern” machen. Schade, aber das ist die Entwicklung. Und wie so oft ist das Geld (mit)schuld.

    • ReneS sagt:
      20. Juli 2012 um 20:58

      Nicht ganz korrekt, es war Taco Bell, aber die kannte keiner im Rest der Welt und so musste es noch digital überarbeitet werden.

  4. Malte sagt:
    20. Juli 2012 um 19:18

    Schade!
    Gerade gekauft – und schon fliegt’s wieder von der Festplatte. Programme die nicht weiter entwickelt werden braucht wirklich keiner…

  5. Jean-Claude Frick sagt:
    20. Juli 2012 um 19:21

    Ihr solltet euch nicht aufregen. Für jedes StartUp ist eine Übernahme durch einen der grossen im Business der absolute Traum.
    Selten können solche StartUps ihre Kosten nur durch den Verkauf der Software Lizenzen decken. Sie spekulieren quasi drauf durch ihre tollen Produkte die grossen auf sich aufmerksam zu machen und dann übernommen zu werden.

    Ich mag es den Sparrow Leuten gönnen das sie den grossen Coup gelandet haben. Die Apps sind klasse, aber noch mehr würde ich mich über eine saubere iOS und Mac App für Gmail freuen welche direkt von Google kommt.
    Die Chancen dafür sind heute gestiegen.

    • Julia sagt:
      20. Juli 2012 um 19:26

      Ich kann die Politik dahinter verstehen, Jean-Claude, aber sie passt mir als User nicht. Damit bin ich nur Mittel zum Zweck, um eine App weiterverkaufen zu können. Ich kann die wirtschaftlichen Erwägungen und persönlichen Ziele hinter diesem Schritt verstehen.

      Aber es macht mich doch skepisch, zukünftig in Startups und deren Arbeit zu investieren, da ich nie weiß, wann sie das Projekt entweder fallen lassen oder – trotz viel Unterstützung – einfach weiterverkaufen und so wie jetzt die Entwicklung daran einstampfen. Es handelt sich hier ja nicht um eine 0,99 Cent App sondern ich habe mehrfach dafür bezahlt, das letzte Mal in dem Wissen und der Versicherung, dass die Entwickler hart am Arbeiten an Weiterentwicklungen sind. Ich glaube, es ist besonders dieser Punkt, der mir so sauer aufstößt.

      • Jean-Claude Frick sagt:
        20. Juli 2012 um 19:31

        Naja ist ja trotzdem nicht so, dass Du sehr viel Geld dafür bezahlt hättest. Ist ja kein Office für hunderte Euro.

        Das mit der Rabatt Aktion war zugegebenermassen etwas unsauber. Aber trotzdem kein Grund das ich mich sehr darüber ärgere ;-)

    • Mick sagt:
      21. Juli 2012 um 13:32

      Natürlich hast Du vollkommen Recht. Für das StartUp ist ein Traum. Für die Benutzer eine Katastrophe. Google ist ein wirklich übles Unternehmen, dem man über die Zeit eine Macht gegeben hat, die seinesgleichen sucht.

      Winziges (theoretisches) Beispiel: Google schmeisst eine Website aus seinem Index. Website ist kaputt.

      Und hinzu kommt, dass Google für Nicht – Milliadäre praktisch unantastbar ist.

  6. Michael sagt:
    20. Juli 2012 um 19:24

    Ich habe die App auf dem iPhone täglich genutzt und mich auch auf die iPad App gefreut. Die heutige Meldung fand ich sehr enttäuschend und werde auch wieder auf die Standard App wechseln. Die Google Mail App hatte ich auch mal getestet, aber da nur ein Konto unterstützt wird, kann ich sie nicht gebrauchen. Vielleicht ändert sich das nun. Aber Julia hat Recht, erst eine Rabatt Aktion durchführen um mehr Nutzer zu bekommen und dann das Projekt mehr oder weniger einstellen – das ist sehr enttäuschend.

  7. Dany sagt:
    20. Juli 2012 um 19:29

    Mir geht es ganz ähnlich. Ich habe auf Twitter auch schon meinen Unmut kund getan. Facebook kauft instagram,, Google nun Sparrow. Es ist immer das selbe Prozedere: ein innovativer Dienst wird vom Platzhirsch gekauft und dann direkt oder im Läufe der Zeit dem Erdboden gleich gemacht oder als vermeintliche Datenkrake missbraucht.

    Ich bin sehr enttäuscht, da ich Sparrow sowohl auf dem Mac, wie auf den iOS-Geräten (als iPhone-App auch auf dem iPad) genutzt habe und die einfache, intuitive Bedienung schätzte. Dass es nun keine iPad Version gibt, ist enttäuschend.

  8. Martin Rechsteiner sagt:
    20. Juli 2012 um 19:39

    Unschöner Moment, zumal ich die Macher verstehe übernahme von Google oder einer anderen grossen Firma (hätte ja genauso gut Apple sein können).
    Ich habe mir die App auch gekauft gehabt, aber fast nie genutzt da sie mir persönlich nicht so zusagte, schon alleine wegen dem fehlenden Push.

    Das bestärkt mich, trotz fleissigem App testen und coolen Möglichkeiten suchen, möglichst alles mit Boardmitteln zu machen.

  9. Mario sagt:
    20. Juli 2012 um 19:57

    Ich habe eben Mail unter Lion angeschaut (das hatte ich vorher nie benutzt) und muss sagen, es ist auch nicht schlecht … ;-)

  10. Sebastian sagt:
    20. Juli 2012 um 23:03

    Ach ja. Der Artikel spricht mir aus der Seele.

  11. Mick sagt:
    21. Juli 2012 um 13:36

    Übrigens, es gibt eine Lösung :)

    [Entfernt von der Redaktion]

    • Julia sagt:
      21. Juli 2012 um 13:38

      Hi Mick,

      da YouTube Videos ja immer so ein wenig heikel sind mit den Rechen und so und mir auch der Zusammenhang mit dem Artikel hier nicht klar ist, habe ich den Link entfernt.

      • Mick sagt:
        21. Juli 2012 um 13:46

        Das Video handelte von der Sparrow Google Problematik. Dass Du den Zusammenhang nicht siehst kann ich nicht nachvollziehen. Aber es ist natürlich Dein Blog.

        Bitte lösch dann auch den, jetzt vollkommen sinnfreien, Kommentar sowie diesen hier.

        Kleine Info: Es gab noch nie rechtliche Probleme auf eine Webseite zu verlinken, sofern diese kein deutsches Recht verletzt und der Verlinkung nicht explizit widersprach.

        Kapier ehrlich gesagt nicht, was heute mit Dir los ist.

        Alles Gute

        Mick

        • Julia sagt:
          21. Juli 2012 um 13:50

          HI Mick,

          das war keineswegs böse von mir gemeint, dass ich den Link entfernt habe. Aber ich muss nun mal auf Nummer sicher gehen, da es am Ende mein Hals ist, der in der Abmahnungsschlinge stecken könnte. Als Websitebetreiber ist man heutzutage extrem einfach anzugreifen und zu verklagen und als Privatperson kann man sich da nicht mal eben so einen Anwalt leisten. Das ist für normale User oftmals nicht nachzuvollziehen; die rechtliche Lage für uns Publisher ist aber nicht immer logisch und einfach.

          Es gibt mehrere unverständliche Urteile deutscher Gerichte, die Websitebetreiber für verlinkte Inhalte verantwortlich machen; ich hoffe du kannst verstehen, dass ich hier einfach meine Person schützen muss.

          • Mick sagt:
            21. Juli 2012 um 13:54

            Hi Julia,

            ich hab es auch nicht böse gemeint. Aber hey, es ist ein harmloses, öffentliches Youtube Video. Oder ich hab mich total im Link vergriffen.

            Nichts für ungut.

            Lg

            Mick

  12. John sagt:
    21. Juli 2012 um 16:19

    Und ich habe mich so auf die version für das iPad gefreut, da man wohl in der Standard Mail App keine Dateianhänge hinzufügen kann….

    Gibt es überhaupt eine Mail App die so etwas kann?

  13. Die Sache mit Sparrow (Gewinnspiel inside!) | iEnno sagt:
    22. Juli 2012 um 17:01

    [...] hast es vermutlich bereits das ein ums andere Mal gelesen: Sparrow – der Mail Client für OS X – wurde von Google “akquiriert”, wie man [...]

  14. #gt2412 Ingeborg » geektalk.ch sagt:
    24. Juli 2012 um 10:06

    [...] Sparrow wurde von Google gekauft Link [...]

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