- Kindle vs iBooks – Für welches System soll man sich entscheiden?
- Kindle Touch – Die Entscheidung für einen reinen eBook Reader
- Der Kindle Touch im Alltag – eInk Display, Akkulaufzeit und Benutzerführung
- Kindle Touch – Organisation von Büchern, Textanmerkungen, Webbrowser und XRAY
- Im Test: TabletWear Tasche und Omnilight Clip On Leselicht für Kindle
Krimi, Thriller, Biografie, Dokumentation … egal, was euch begeistert: Ein richtig gutes Buch fesselt und kann durchaus mal dazu führen, dass man seine Haltestelle verpasst oder einige Stunden später als geplant zum Schlafen kommt.
Ärgerlich ist es dann, wenn die Arme schwer werden, wenn man den Wälzer hoch halten muss oder wenn man das Buch nicht unterwegs weiter lesen kann, weil man es nicht in die Tasche bekommt oder weil es zu schwer ist.
Damit ist bei mir in Zukunft Schluss: Der Weihnachtsmann hat mir einen Kindle Touch gebracht. Wie ich das US-only Gerät hier nach Deutschland bekommen habe und warum es überhaupt ein Kindle geworden ist, verrate ich euch im ersten Teil meiner Serie zum Kindle.
Kindle vs Echtes Buch
Dieses Thema hatte ich in einem früheren Artikel schon mal aufgegriffen und ich stehe nach wie vor dazu: Jeder muss für sich selbst entscheiden, was ihm lieber ist und wo Vorteile beginnen und Nachteile aufhören.
Für mich war die Entscheidung einfach: Ich hab keinen Platz mehr für weitere Bücher gehabt und ich wollte auch unterwegs immer eine Auswahl von Büchern zur Auswahl haben. Also: Digitale Bücher mussten her.
Kindle vs iPad und iPhone
Auch dieses Argument hatte ich in dem oben erwähnten Artikel beleuchtet. Und das “Leuchten” war im wahrsten Sinn des Wortes das Kernproblem: Nach etwa einer halben Stunde lesen in einem normal beleuchteten Zimmer am Abend tränten mir beim iPad die Augen. Egal, wie sehr ich die Hintergrundbeleuchtung herunter geregelt hatte, es war eine Belastung für die Augen.
Ich habe fast ein Dreiviertel Jahr mit mir gerungen, was die Anschaffung des Kindle betrifft, aber da ich eine Leseratte bin und einfach meine Augen nicht ruinieren wollte, fiel die Entscheidung schließlich pro Kindle.
Warum nicht ein anderes Gerät, warum den Amazon eReader?
Eigentlich ganz einfach. Erstes hat Amazon ein gigantisches Angebot an eBooks, die einfach und bequem aus Amazon Store gekauft werden können. Und dass man sich mal eben fix das erste Kapitel als Leseprobe zuschicken kann, tut auch nicht weh.
Den wirklichen Ausschlag gab aber eine Neuerung, die erst irgendwann in 2011, soweit ich mich erinnern kann, von Amazon eingeführt wurde: Es war jetzt möglich, eigene Dokumente auf den Kindle zu packen. Bisher war Amazon ja etwas pingelig gewesen und hatte das nicht einfach gemacht. Wer also schon eBooks auf der Festplatte hatte oder PDF Dokumente, musste sehen, wo er blieb.
Jetzt hat man 5GB Speicher in der Amazon Cloud kostenlos zur Speicherung persönlicher Dokumente zur Verfügung. Damit war ich also nicht mehr nur auf das reine Amazon Angebot beschränkt sondern konnte auch meine eigenen Dokumente auf dem Kindle lesen.
Kindle DE Version vs Kindle Touch
Nachdem die Entscheidung FÜR einen Kindle gefallen war, stand schon die nächste an: Welches der Modelle sollte es werden?
Für nur 99 Euro bietet Amazon Deutschland einen Kindle an, der auch eine komplett deutsche Menüführung hat (ist mir am Ende schnurz, weil meine Geräte sowieso alle auf Englisch laufen, aber egal). Dieser Kindle wird über eine 5 Wege Taste gesteuert: Das bedeutet, dass ihr euch wirklich durch Menüs und Keyboards “navigieren” müsst – so wie mit der Apple Fernbedienung und dem Apple TV, wenn ihr Text eingebt.
Nun kann man auf dem Kindle ja noch mehr – Bücher recherchieren, kaufen, Text markieren, Anmerkungen schreiben – und das dann alles via einer “such-den-Buchstaben-Taste”? Nein, danke.
Den Kindle mit eingebautem physischen Keyboard habe ich erst gar nicht beachtet, da er größer und schwerer ist als der “kleine” Kindle. Das mag auf den ersten Blick pingelig wirken, aber wenn man so gemütlich auf dem Rücken liegt und das Gerät eine Stunde oder länger hoch hält, wird das irgendwann relevant.
Damit kam eigentlich nur noch der Kindle Touch in Frage. Wie der Name schon verrät, besitzt dieser Kindle eine berührungsempfindliche Oberfläche ähnlich den iDevices von Apple. Anstatt also mühsam auf einem Button rumzudrücken, kann ich einfach dort drauf “tatschen”, wo ich hinwill. Das Prinzip gefiel mir als iPad und iPhone Nutzer natürlich besonders.
Aber, oh Schreck, den Kindle Touch gibt es nur in den USA! Man kann sich den nicht mal nach Deutschland (oder irgendwo außerhalb der USA) schicken lassen! Ich erspare euch die netten Ausdrücke, die mir nach dieser Feststellung von den Lippen gerutscht sind.
mexxbooks zur Rettung
Dickköpfig wie ich bin, lasse ich mich natürlich von Restriktionen Seitens Amazon nicht abschrecken. Eine nächtliche Recherche im Netz führte mich schließlich zur Website eines österreichischen Buchclubs namens mexxbooks.
Dieser bieten alle verschiedenen Kindle Modelle – inklusive des Tabletts Kindle Fire – zu reduzierten Preisen an, da sie diese direkt aus den USA importiert haben. Der Kindle Touch rückte damit in greifbare Nähe.
Nach gründlichem Lesen der Foren und der Meinungen bisheriger Besteller gab ich mir einen Ruck und bestellte den Kindle Touch für 99 Euro. Das ist genauso viel, wie hier in Deutschland der “normale” Kindle ohne Touch kostet.
Das mexxbooks “Verkaufsteam” besteht, soweit ich es erkennen konnte, aus 2 Personen, die eine unglaubliche Leistung verbracht haben: Bestellung der Kindles, Weiterleiten an die Käufer, Berücksichtigung von Sonderwünschen und noch vieles mehr. Und das vor wenigen Wochen noch ohne etabliertes Logistik-System. (Das ist jetzt geplant, damit man die Bestellungen noch professioneller abwickeln kann.)
Knapp drei Wochen musste ich warten und dann klingelte mich DHL aus dem Bett: Mein Kindle Touch war da! Dummerweise war das genau an den Tagen, wo iTunes Match live ging, so dass ich bloggend und recherchierend vor dem Mac saß und nur sehnsüchtige Blicke gen Verpackung senden konnte.
Aber als alle Artikel geschrieben und die meisten Kommentare beantwortet waren, konnte ich mir endlich den Kindle vornehmen.
Ein wahrer Lesegenuss
Wie genau sich der Kindle Touch im Alltag geschlagen hat, welche Herausforderungen sich ergeben haben und wie ich es geschafft habe, so ziemlich alle beliebigen Dokumente leserlich auf den Kindle zu bekommen verrate ich euch in den nächsten Artikeln zum Kindle Touch.
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Ich bin mit meinem Kindle sehr zufrieden, aber seitdem meine Freundin immer öfters damit liest … könnte ich mir theoretisch auch ein Touch kaufen. So theoretisch..
Und theoretisch hat sie sicherlich auch nix dagegen…
Habe jetzt die ersten digitalen Bücher bei Amazon durch die Geschenkeaktion erworben. Dein Argument, dass das Lesen am iPad oder iPhone auf die Augen geht, kann ich nachvollziehen, werde aber erst einmal schauen, ob ich überhaupt der Digitalleser bin. Wenn ja, wird es ein Kindle, das steht fest. Danke
Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Lesespaß
interessanter Artikel! mich würde ja interessieren, ob es irgendwelche Einschränkungen für dt. Nutzer gibt?
Also direkt gefragt, kann man seinen dt. Account nutzen? Gibt es evtl. beim Kauf Einschränkungen? Wie sieht es mit Netzstecker aus also lässt sich der touch hier mit dt. Gegebenheiten problemlos laden?
Danke vorab
Genau diese Fragen werde ich in den nächsten Artikeln beantworten.
Ok, danke.
dann werde ich noch warten mit der Bestellung.
Ich lese gerade auf der mexxbooks-Seite, dass die Angebote vorläufig nur bis zum 14. Januar 2012 gelten.
Kannst du evtl. bitte davor schon etwas dazu schreiben?