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Home» Kindle » Der Kindle Touch im Alltag – eInk Display, Akkulaufzeit und Benutzerführung

Der Kindle Touch im Alltag – eInk Display, Akkulaufzeit und Benutzerführung

9. Januar 2012 | von Julia | Kindle

Kindle - eBook Reader der Extraklasse
  • Kindle vs iBooks – Für welches System soll man sich entscheiden?
  • Kindle Touch – Die Entscheidung für einen reinen eBook Reader
  • Der Kindle Touch im Alltag – eInk Display, Akkulaufzeit und Benutzerführung
  • Kindle Touch – Organisation von Büchern, Textanmerkungen, Webbrowser und XRAY
  • Im Test: TabletWear Tasche und Omnilight Clip On Leselicht für Kindle

In der Fortsetzung meiner Serie zum eReader Kindle Touch von Amazon soll es heute um die eigentliche Nutzung des Gerätes gehen, vom Laden des Kindle über die Benutzerführung bis hin zum eigentlichen Lesen.

Wenn ihr wissen wollt, warum ich mich für den Kindle entschieden habe und wie ihr einen Kindle Touch nach Europa liefern lassen könnt, lest bitte den zweiten Teil dieser Review-Serie.

Update 28.3.12: Ab sofort gibt es den Kindle touch auch in Deutschland zu kaufen!

Der Kindle Touch kommt an – Was ist in der Box?

Amazon bewirbt die Lieferung des Kindle ja mit einer “frustfreien” Verpackung. Vom amerikanischen ins Deutsche übersetzt bedeutet das nichts weiter, als das ihr die Verpackung mit einem Ratsch öffnen könnt. Scheinbar sind andere Verpackungsmethoden auf dem US Markt zu herausfordernd.

In der eigentlichen Verpackung ist nicht viel drin. Sie enthüllt den Kindle und unter dem Kindle ein Kabel, welches den Kindle mit einem USB Port verbinden kann.

Außerdem findet ihr noch ein kleines Pappschildchen, welches euch erklärt – wer nicht von selbst drauf kommt – wie ihr den Kindle anmacht und ladet.

Letzteres ist damit unabhängig vom Stromstecker möglich: USB Anschlüsse sind international gleich und damit könnt ihr den Kindle sowohl an jedem Rechner laden als auch, beispielsweise, via der Stromadapter des iPhone’s oder iPad’s. Hab ich alles schon getestet und funktioniert einwandfrei.

Kindle Touch frisch aus der Box

Kindle Touch frisch aus der Box

Exkurs: Akkulaufzeit des Kindle

An alle, die etwas iOS 5 geschädigt sind und immer ihr iPhone Ladegerät herumschleppen: Chill! :)

Amazon selbst gibt an, dass ihr mit einer Akkuladung 2 Monate hinkommt, wenn ihr WiFi aus habt und pro Tag eine halbe Stunde lest.

Ich habe den Kindle etwa 1 Woche vor Weihnachten bekommen und täglich mindestens 1-2 Stunden gelesen und WiFi immer an. Ich habe ihn noch nicht leer bekommen, mein Akkustand ist nach 4 Wochen etwas weniger als die Hälfte. So.

Was ich damit sagen will: Durch das unbeleuchtete Display ist die Akkulaufzeit absolut enorm und ihr kommt mit einer Ladung wirklich lange hin. Wenn ihr mal länger weg seid (Urlaub), dann sollte man schon dafür sorgen, dass man nachladen kann. Aber wenn ihr mal 2 Tage unterwegs seid, braucht ihr euch gar keinen Kopf zu machen. Und das ist wirklich angenehm.

Erste optische und haptische Eindrücke des Kindle Touch

Als allererstes verblüfft das Gewicht, wenn man den Kindle in der Hand hat. Das Ding ist leicht! Und ich meine hier wirklich Fliegengewicht. In Zahlen bedeutet das gerade mal 213 Gramm. Da ist euer Frühstücksjoghurt unter Umständen schwerer.

Als ich damals den iPad zum ersten Mal in der Hand hatte, war ich überrascht, wie schwer dieses dünn aussehende Teil war. Beim Kindle Touch ist der Eindruck genau umgekehrt. Und das hat mich sofort begeistert, denn wenn man ihn lange in der Hand hält, verkrampft man nicht und die Arme werden auch nicht müde.

Als zweites fällt die texturierte Rückseite auf. Sie fühlt sich leicht gummiartig an, ohne dass sie klebrig oder unangenehm ist. Daraus ergeben sich zwei Vorteile: (1) Ihr könnt den Kindle so noch besser halten, denn dank der leicht angerauten Oberfläche rutscht er euch nicht aus der Hand. (2) Diese Rückseite kühlt nicht so extrem aus wie beispielsweise die Rückseite des iPad oder anderer eReadern, die aus Metall sind. Wenn ihr damit mal bei niedrigen Temperaturen lest, frieren euch also auch die Finger nicht ab. (Lacht nicht! Lest mal auf einem Bahnhof im Januar bei knapp 0 Grad mit eisigem Wind. Da werdet ihr das echt schätzen!)

Beguckt ihr euch den Kindle von allen Seiten, werdet ihr unten die Anschlüsse bemerken. Einmal haben wir natürlich den Anschluss für das (Lade)Kabel. Daneben ist ein Kopfhörer-Anschluss und daneben der Ein-/Ausschalter.

Auf der Vorderseite gibt es einen Knopf, der geriffelt ist. Das ist der “Home” Button, mit dem ihr immer in das Ausgangsmenü des Kindle zurück kommt, wenn er an ist.

Auf der Rückseite unten seht ihr noch 2 kleine silberne Flächen. Diese werden dann relevant, wenn ihr beispielsweise die offizielle Kindle Tasche von Amazon erwerbt, die gleich mit integrierter Leselampe kommt. Die Lampe wird über den Akku des Kindle betrieben und in der Tasche gibt es Dioden, die sich mit dem Kindle via dieser Anschlüsse verbinden.

Anschlüsse auf dem Rücken

Anschlüsse auf dem Rücken

Ein/Ausschalter, Koopfhöreranschluss, Kabelanschluss

Ein/Ausschalter, Koopfhöreranschluss, Kabelanschluss

Unterseite des Kindle mit Lautsprechern auf dem Rücken

Unterseite des Kindle mit Lautsprechern auf dem Rücken

Exkurs: Werbefinanzierter Kindle Touch

Ich hab meinen Kindle via des österreichischen Buchclubs mexxbooks gekauft (mehr dazu im ersten Artikel) und 99 Euro bezahlt. Damit habe ich die preiswerte Version des Touch erworben. Diese ist deswegen so preiswert, weil Amazon Werbung darauf anzeigt.

Bevor jetzt das Geschrei losgeht: Die Werbung ist nur dann zu sehen, wenn der Kindle aus ist bzw. wenn ihr in den Menüansichten seid. Die Werbung wird nicht angezeigt, wenn ihr lest!

Während die Werbung im Standby Betrieb den kompletten Bildschirm einnimmt, wechselt sie aber nicht. Es gibt also kein Geflimmer auf dem Screen. Eine andere Werbung erscheint maximal, wenn ihr den Kindle in Betrieb nehmt und wieder ausschaltet (und die Werbung wechselt auch nur im täglichen Rhythmus).

Kindle Touch I'm Standby - Werbung auf dem Display

Kindle Touch I'm Standby - Werbung auf dem Display

Dezente Werbung in der Bücherliste

Dezente Werbung in der Bücherliste

Ich persönlich habe damit nicht das geringste Problem. Die Anzeigen preisen aktuelle Filme, Audible-Aktionen, Amazon Verkaufsaktionen (nur US Store) etc an. Bisher habe ich nichts gesehen, was anstößig oder peinlich war. Wenn ihr also das Gerät für die Familie oder ältere Freunde nutzen wollt, sind hier keine Bedenken vorzubringen.

Wenn ihr auf die Werbefläche drückt, kommt es auch nicht zu einem sofortigen Kauf, sondern ihr müsst erst noch bestätigen, dass ihr Infos zu der Aktion an eure Email-Adresse gesendet haben wollt. Auch hier müsst ihr euch also keine Sorgen machen, dass ihr versehentlich etwas kauft.

Damit ist aus meiner Sicht nichts gegen diese preiswertere Version des Kindle einzuwenden. Ohne Werbung kostet das Gerät 40€ mehr und mir war es das nicht wert.

Uuuuuuund Action! Ich nehme den Kindle in Betrieb

Drückt ihr den Ein-Knopf, dauert es etwa 1-2 Sekunden, bevor euch der Kindle begrüßt. Anders als bei Smartphones oder beim iPad hat der Kindle kein LED Display, sondern setzt auf die eInk Technologie (elektronische Tinte).

Das bedeutet im alltäglichen Umgang, dass sich das Display natürlich nicht so schnell erneuert, wie ihr es von den LED-basierten Geräten gewohnt seid.

Ich war aber absolut positiv überrascht: Als langjährigen iPhone und iPad Nutzer hatte ich Bedenken, dass ich vielleicht mit der Erneuerungsrate und dem Zeitverzug Probleme bekommen würde. Das ist nicht mal im Ansatz der Fall. Der Kindle ist sehr schnell.

Wenn ihr den Kindle zum ersten Mal in Betrieb nehmt, will der natürlich erst mal einige Sachen wissen. Das fängt bei der Email-Adresse an (die eures Amazon Accounts) und geht bis hin zu eurem WLAN Passwort.

Damit ihr alle Funktionen nutzen könnt, verbindet den Kindle Touch mit eurem WLAN

Damit ihr alle Funktionen nutzen könnt, verbindet den Kindle Touch mit eurem WLAN

Achtung: Bestellt ihr den deutschen Kindle bei Amazon, kennt der bereits eure Email-Adresse, weil Amazon die voreinstellt! Bestellt ihr via mexxbooks, ist das eine Sammelbestellung und der Kindle kommt völlig ahnungslos bei euch an.

Alle Eingaben erfolgen über das Touch-Display des Kindle. Dieses ist ein ganzes Stück tiefer als der Rahmen des Kindle. Das liegt daran, dass in diesem Rahmen Sensoren angebracht sind, welche die Position eurer Finger zu bestimmen helfen.

Das Tippen auf der virtuellen Tastatur ist auch sehr einfach. Sie ist natürlich nicht so schnell wie auf dem iPad oder iPhone. Habt hier einfach ein wenig Geduld. Ihr müsst nicht in Slow-Motion schreiben, aber Schnelltipper müssen sich etwas zügeln.

Hat der Kindle alle Infos, die er braucht, kommt ihr in das Hauptmenü, in dem euch die Bedienungsanleitung begrüßt. Sie ist in Englisch und nur in digitaler Form verfügbar.

Lesen auf dem Kindle – Das Wunder eInk

Ich überspringe erst mal das Thema, wie ihr Bücher auf den Kindle bekommt (ich werde das in einem separaten Artikel behandeln) und wende mich dem eInk Display zu.

Das war es schließlich, weswegen ich mich für dieses Gerät entschieden habe. Die Besonderheit dieses Displays ist es, dass es nicht beleuchtet ist (unglaublich entspannend im Vergleich zu Smartphone und iPad Displays) und damit wirklich den Eindruck einer realen, gedruckten Seite vermittelt.

Ja, ich habe das auch mit Skepsis immer wieder gelesen, aber es ist wirklich so! Nicht nur ich, sondern auch meine Eltern und Freunde haben sich sprichwörtlich die Nase am Rahmen plattgedrückt, um den Text aus allen (unmöglichen) Winkeln zu lesen und aus der Nähe zu betrachten. Ich denke, dass hier nur Makro-Aufnahmen helfen zu verstehen, wie gut das Display ist.

eInk Display

eInk Display

Damit ist es aber noch lange nicht getan. Ihr könnt auch diverse Einstellungen vornehmen und das Lesen auf dem Kindle an eure Bedürfnisse anpassen.

Zuallererst könnt ihr die Schriftgröße einstellen. Für die älteren Semester oder Leser mit Sehbehinderung ist das eine absolute Erleichterung, aber auch für uns Normalos kann das ganz nett sein, wenn’s mal spät geworden ist und die Augen müde werden.

Diese Option könnt ihr entweder durch das Menü aufrufen oder – es ist immerhin ein Touch-fähiges Gerät – durch die von Apple bekannte Pinch/Zoom Geste direkt auf dem Display des Kindle.

Zeichengröße und Schriftart

Zeichengröße und Schriftart

Zeilenabstand und Rahmenbreite

Zeilenabstand und Rahmenbreite

Außerdem lassen sich noch der Zeilenabstand, die Schriftart und der Abstand des Texten vom Displayrand einstellen. Wozu das letztere? Ich habe es als angenehm empfunden, als ich mal eine Lichtquelle hatte, die den überstehenden Rahmen immer einen Schatten werfen ließ. Dank dieser Einstellung habe ich den Text einfach etwas weiter eingerückt.

Um euch innerhalb eures Buches zu bewegen, tatscht ihr einfach auf das Display. Es ist in drei Zonen aufgeteilt. Ein etwa 1cm breiter, vertikaler Streifen entlang des linken Randes erlaubt das Zurückblättern.

Touch Zonen schnell erklärt

Touch Zonen schnell erklärt

Hinweis: Ich muss an dieser Stelle eine Kritik üben: Der Streifen ist verdammt schmal. Amazon darf den via Software-Update ruhig auf das Doppelte vergrößern denn ich habe oftmals versehentlich nach vorne statt zurück geblättert.

Nach dieser “Zurück” Zone ist alles nach rechts dem Vorwärts-Blättern gewidmet. Damit könnt extrem bequem weiter kommen, auch einhändig mit der linken Hand.

Ihr braucht auch keine Bedenken zu haben, dass das Umblättern lange dauert. Verwöhnt vom iPad und iPhone hatte ich das so meine Sorgen, aber das ist wirklich völliger Quatsch gewesen. Wenn ihr unten rechts mit dem Lesen angelangt seid und auf das Display tappt, ist die neue Seite da, bis ihr mit den Augen den Weg nach oben links gefunden habt.

Exkurs: Bequemlichkeit und Licht

Wie macht sich der Kindle Touch aber nun beim Lesen? Schließlich fummelt ihr die geringste Zeit damit rum sondern werdet die meiste Zeit mit dem Lesen von Texten verbringen.

Ich weiß nicht, in welcher Position ihr am liebsten lest, aber ich liege oftmals auf dem Rücken und halte mein Buch vor mir hoch. Entgegen meiner ersten Erwartungen ist es nicht ganz so trivial, den Kindle Touch hochzuhalten. Das Display dürft ihr ja nicht berühren, weil ihr damit eine Aktion auslösen könnt. Damit bleibt nur der untere Bereich – wo ihr aber nicht auf den Home-Button kommen dürft – und die Seiten.

Um den Kindle nur an der unteren Kante zu halten, fehlt mir die Kraft in den Fingern bzw. ist mir die Fläche nicht breit genug. Der Home-Button ist glücklicherweise relativ unempfindlich. Haltet ihr den Finger drüber ohne zu viel zu drücken passiert auch nix.

Inzwischen halte ich meinen Daumen und den Zeigefinger voneinander abgespreizt (etwa wie ein L), mit dem Daumen auf dem unteren Rand des Kindles und dem Zeigefinder entlang der Seitenkante. Damit komme ich sehr gut zurecht und kann so auch lange lesen. Einige Nutzer haben sich Taschen/Hüllen gekauft, um den Kindle besser halten zu können, aber mir ist es wichtig, dass er leicht bleibt und deswegen muss mein Kindle ohne Bekleidung auskommen.

Da das Display unbeleuchtet ist, braucht ihr auf jeden Fall noch eine Lichtquelle. Bei Amazon gibt es da diverse Lampen und Taschen mit Lampen, die helfen sollen. Ihr könnt euch einfach daran orientieren: Wenn ihr ein Buch lest, braucht ihr für den Kindle genausoviel Licht. In den Kommentaren bei Amazon empfehlen viele übrigens auch Stirnlampen, wie man sie in Outdoor Läden bekommt. Damit könnt ihr also eurer besseren Hälfte unter Umständen entgegen kommen.

Am Besten, ihr schaut erst mal, wie gut ihr mit dem Kindle zurecht kommt. Ich habe mich auch fertig gemacht und nach Lampen recherchiert (alles andere als trivial) und nun brauche ich nicht mal eine.

Ghosting und Seiten-Refresh

Ein winziger Nachteil der eInk Technologie ist, dass es zu einem sogenannten Ghosting kommen kann. Das bedeutet, dass ihr so etwas wie leichte Schatten von Textzeilen der vorherigen Seite auf der neuen Seite wahrnehmen könnt (muss aber nicht zwingend sein). Das ist der Technologie geschuldet und keinesfalls ein Defekt an eurem Gerät.

Am deutlichsten kann das auftreten, wenn euer Buch ein Bild hatte und ihr den Umriss noch eine Seite weiter leicht (!) sehen könnt.

Der Kindle versucht, dieser Tendenz entgegenzuwirken, indem er alle 10 Seiten (bzw. aller 10 Aktionen auf dem Display) einen kompletten Refresh durchführt. Für den Bruchteil einer Sekunde (und ich meine wirklich Bruchteil) wird dabei die Displayfarbe invertiert: Der Hintergrund wird schwarz und der Text weiß. Damit “löscht” der Kindle quasi alle Überreste, die sich unter Umständen eingeschlichen haben.

Ihr könnt auch einstellen, dass dieser Refresh bei jeder Seite durchgeführt wird (die älteren Kindle Modelle mussten das jede Seite machen), aber wie ich schon sagte: Das ist meiner Meinung nach völlig unnötig.

Navigieren innerhalb eines Buches

Ganz unten seht ihr 2 Infos: Einmal die “Location” und dann eine Prozentangabe. Die Prozentangabe verrät euch, wieviel des Buches ihr bereits verschlungen habt. Die Location-Angabe ist etwas Amazon-spezifisches.

Location und Position

Location und Position

Da ihr die Textgröße verändern und ein Buch auf verschieden großen Displays lesen könnt (Kindle, Mac, iPad, iPhone…) machen traditionelle Seitenangaben natürlich keinen Sinn. Diese werden durch das Location-System ersetzt. Das gilt Geräte-übergreifend und erleichtert es so, an eine bestimmte Stelle zu springen.

Ihr könnt aber zu jeder Zeit aus eurem Buch ins Menü springen oder das Gerät ausschalten: Der Kindle weiß immer, wo ihr seid und ihr werdet nie auf der verkehrten Seite landen, wenn ihr wieder einsteigen wollt.

Springe zu einer bestimmten Position

Springe zu einer bestimmten Position

Menüführung innerhalb eines Buches

Dann gibt es entlang des oberen Displayrandes noch einmal einen etwa 1cm breiten horizontalen Streifen, mit dem ihr das Menü aufrufen könnt. Dieses erscheint in 2 Balken am oberen und unteren Displayrand.

Hier könnt ihr in die Bücherübersicht navigieren (aber nicht in den Amazon Store, dazu später mehr), etwas suchen und mehr Menüfunktionen aufrufen. Abhängig vom Buch habt ihr hier verschiedene Optionen zur Auswahl.

Via der Buttons unten könnt ihr die oben beschriebenen Textanpassungen vornehmen, an eine bestimmte Stelle im Buch springen oder einen Sync erzwingen, wenn ihr beispielsweise auf dem iPad weiter gelesen habt, aber der Kindle nicht von selbst an diese Stelle gesprungen ist.

Optionen innerhalb eines Buches (oben und unten)

Optionen innerhalb eines Buches (oben und unten)

Menüoptionen innerhalb eines Buches

Menüoptionen innerhalb eines Buches

Text-to-Speech & MP3 – Mehr als nur ein eReader

Euer Kindle Touch kann mehr als nur Text anzeigen. Wenn die netten Verlage mitspielen und nicht Rumzicken (was sie leider machen), könnt ihr euch ein Buch sogar direkt vom Kindle Touch vorlesen lassen!

Für die meisten von euch kommt aber gleich der Dämpfer: Es funktioniert nur mit englischen Texten (Büchern, Magazinen, Zeitschriften) und nicht mit irgendetwas auf Deutsch. Ich habe es versucht und raus kommt nur unverständliches Gequatsche.

Habt ihr aber etwas in Englisch, was ihr euch vorlesen lassen wollt, ist diese Funktion einfach genial! Ihr ruft sie über das Menü auf und könnt dann einstellen, ob die Stimme männlich oder weiblich sein soll (die männliche ist besser), wie schnell vorgelesen werden soll und wie laut es sein darf.

Lasst euch eure Bücher vorlesen. Zumindest die englischen.

Lasst euch eure Bücher vorlesen. Zumindest die englischen.

Sind die Text ordentlich formatiert und hat man sich etwas 10-25 Sekunden reingehört, ist es sehr verständlich und angenehm.

Außerdem könnt ihr Hörbücher von Audible, MP3 Dateien und Podcasts via des USB Kabels auf euren Kindle übertragen und diese Audio-Dateien anhören. Erinnert ihr euch übrigens daran, dass der Kindle Touch unten einen Eingang für Kopfhörer hatte? Den könnt ihr jetzt gebrauchen, wenn ihr unterwegs seid.

Amazon Shop & Einschränkungen mit dem US Kindle

Die bequemste Art, Bücher oder Leseproben von Amazon zu beziehen wäre der eingebaute Kindle Shop. Ihr habt in den Fotos sicherlich schon das Einkaufswagen-Symbol gesehen. Dieses würde euch normalerweise dorthin bringen.

Da es sich hier aber um einen US-Kindle handelt, verweigert der seinen Dienst und lässt euch wissen, dass diese Funktion an eurem gegenwärtigen Standort nicht verfügbar ist (hat das mal jemand mit einer VPN Verbindung getestet?).

Mit dem US Kindle Touch geht's leider nicht direkt in den Shop.

Mit dem US Kindle Touch geht's leider nicht direkt in den Shop.

Aber keine Panik: Der Kindle hat einen eingebauten Webbrowser (ja, ich weiß, es ist krass, was dieses Gerät alles kann) über den ihr einfach die Amazon-Website aufrufen und dort shoppen könnt. Wie genau der Browser funktioniert, werde ich in einem anderen Artikel erläutern, aber ihr könnt mir glauben, dass das alles einwandfrei funktioniert.

Nächster Artikel: Forgeschrittene Features

So, wenn ihr es bis hier hin geschafft habt: Danke! Und Respekt! Da dieser Artikel schon wesentlich länger geworden ist, als ich wollte, werde ich hier erst mal Schluss machen.

Im nächsten Artikel werde ich dann auf spezielle Funktionen genaue eingehen: Wie genau funktioniert der Webbrowser? Wie einfach kann man Anmerkungen in Texten machen? Was ist die XRAY Funktion? Und vieles mehr.

Habt ihr Fragen oder Anmerkungen? Lasst mich eure Gedanken in den Kommentaren wissen und ich werde mich bemühen, zu beantworten was ich weiß bzw. recherchieren kann.

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Kindle Touch

19 Kommentare auf “Der Kindle Touch im Alltag – eInk Display, Akkulaufzeit und Benutzerführung”

  1. Carsten Scheibe sagt:
    9. Januar 2012 um 10:21

    Sehr guter Artikel: http://www.appforthat.de/2012/kindle/der-kindle-touch-im-alltag-eink-display-akkulaufzeit-und-benutzerfuhrung. Den Kindle touch hol ich mir im Sommer in den USA.

  2. Ben sagt:
    9. Januar 2012 um 10:43

    Julia, sehr schöner und interessanter Artikel. Respekt davor. ;)

    LG
    Ben

  3. Mick sagt:
    9. Januar 2012 um 12:11

    Stirnlampe. Loooool. Der Artikel ist gut geschrieben. Ich bleib trotzdem beim iPad. Im Nachtmodus tränt da auch nix.

  4. Martin sagt:
    9. Januar 2012 um 16:49

    Super Bericht ! Danke!

  5. Zoulhh sagt:
    10. Januar 2012 um 13:36

    Der Kindle Touch im Alltag – eInk Display, Akkulaufzeit und Benutzerführung http://t.co/AyFxO9KN

  6. Claus Drexler sagt:
    16. Januar 2012 um 12:22

    Hallo Julia! Ich warte schon auf die Fortsetzung Deines ausführlichen “Kindle”-Artikels… aber laß Dich nicht hetzen ;)
    Mein Kindle ist eh noch unterwegs von Mexxbooks an mich (die sollten Dir ne Provision anbieten). LG CD

    • Julia sagt:
      16. Januar 2012 um 14:01

      Das “Schreiben” des Berichtes ist schon geplant; ich brenne auch darauf, die Serie fortzusetzen. Erscheinen wird der neue Artikel hoffentlich Ende der Woche, da unter der Woche die “richtige” Arbeit einige Überstunden von mir verlangen wird :D

      Ich freue mich aber, wenn dir die Artikel gefallen und danke dir für das Feedback, das ist immer Balsam für die Seele eines Bloggers :)

  7. Carsten sagt:
    27. Januar 2012 um 17:06

    Hallo Julia!
    Super Artikel und klasse Fotos. Wie schaut es aus mit der Darstellung von Umlauten in deutschen Texten? Musstest du da was einstellen und ging es sofort?

    Danke

    • Julia sagt:
      27. Januar 2012 um 17:13

      Hi Carsten,

      der Kindle Touch hat nur eine englische Benutzeroberfläche, da hast du also schon mal kein Problem mit deutschen Umlauten, weil es die hier gar nicht gibt. Der von Amazon Deutschland angebotene Kindle hat eine deutsche Menüführung, aber eben kein Touch.

      Und was die Bücher betrifft: Der Kindle stellt genau das dar, was der Text enthält. So lange der ordentlich formatiert ist, kannst du alle Umlaute und Sprachen problemlos lesen.

      • Joseph sagt:
        31. Januar 2012 um 13:18

        Hallo Julia, toller Artikel! Eine Frage zum Wörterbuch: der deutsche Kindle den ich momentan nutze hat eine eingebautes Wörterbuch. Der englische sicher auch. Mich würde interessieren, wenn man die deutsche mit der englischen Wörterbuchdatei austauscht, ob das funktioniert? Viell. könntest du es mal testen, die Datein sind nicht groß. Falls du die Deutsche Versionn benötigst, kann ich sie dir gern mal senden… Ich finde das ist doch eine sehr nützliche Funktion des Kindle! Viele Grüße aus München j

        • Julia sagt:
          31. Januar 2012 um 13:29

          Ich habe dazu gerade mal recherchiert; scheinbar gibt es da so einige Holpersteine wenn man ein anderes Wörterbuch als das Standardwörterbuch verwenden will. In meinem Fall ist das Standardbuch das Englische Wörterbuch und es schaut nicht so aus, als ob man es auf Deutsch umstellen kann. Einige Amazon-Foren Nutzer haben berichtet, dass sie sich Wörterbücher in einer anderen Sprache gekauft haben, diese aber nicht funktionierten; irgendwie doof von Amazon, dass sie daran nicht gedacht haben.

          Austauschen würde ich die Files nicht; angesichts der Komplikationen, die die Forenutzer beschrieben haben, hätte ich Sorge, mir damit vielleicht den Kindle zu zerschießen. Scheint so, als man wirklich nur das engl. Wörterbuch mit dem Touch nutzen kann.

      • Carsten sagt:
        1. Februar 2012 um 08:32

        Hi Julia, vielen Dank für deine Antwort. Es scheint wie so oft bei allem Sonnenschein auch die immer die kleinen Schatten zu geben wie z.B. die Wörterbücher. Aber ich denke, ich wage es. Viele Grüße aus dem Eisschrank Vogtland!

        • Joseph sagt:
          4. Februar 2012 um 11:35

          @Carsten & Julia: es soll ein tolles dict geben…. Empfholen von Dr. Kindle, Mathias Matting: Es soll angeblich ganz wunderbar funktionieren. Wurde sogar von Amazon selbst für den Kindle Touch als das Deutsch Wörterbuch empfohlen… Vielleicht testet ihr es einfach mal und gebt dazu ein Feedback ab wie es klappt:

          http://www.amazon.de/gp/product/B00557Z0VM/ref=cm_cd_asin_lnk

          LGj

  8. Veronika sagt:
    18. April 2012 um 15:43

    möchte mir einen e-book reader kaufen und neige zum kindle, nur eines stört mich ich kann nur bei amazon runterladen oder geht es auvh z. b. bei weltbild?

    • Julia sagt:
      18. April 2012 um 15:46

      Hallo Veronika,

      mit dem Kindle kannst du nur bei Amazon Bücher kaufen. Solltest du aber Bücher in anderen Formaten haben, kannst du mit der Software calibre eine Konvertierung durchführen und die Bücher in ein Kindle-kompatibles Format umwandeln. Wie genau das mit Weltbild-eBooks klappt und mit DRM geschützten Dateien, kann ich dir aber leider nicht sagen.

  9. Marc Dänzer sagt:
    4. Mai 2012 um 23:37

    Sehr interessanter Artikel. Hab mir den Kindle Touch heute gekauft.

  10. Detlef sagt:
    29. Mai 2012 um 19:43

    Julia .. ich nähere mich noch meinem neuen Kindle wobei deine Beschreibungen ausgesprochrn hilfreich sind.. vielen Dank..

  11. Petra sagt:
    30. Juli 2012 um 18:08

    Danke für den tollen Artikel! Bei dir bin ich das erste Mal über “Ghosting” gestolpert. Ich wurde tatsächlich schon gefragt, ob das beim Kindle extra so sei, damit man das Gefühl habe wie bei einem echten Buch, bei dem die Buchstaben bei dünnen Papierseiten durchschimmern :-)

    • Julia sagt:
      30. Juli 2012 um 18:12

      Hihi, das mit dem Durchschimmern ist der beste Kommentar den man bekommen kann. Den kannte ich auch noch nicht ;)

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