Wenn es einen Stift gegeben hat, der von euch – meinen Lesern – nachgefragt worden ist, ist es der Adonit Jot Pro. Nach langer Zeit ist es mir endlich gelungen, ein Testmuster zu ergattern und ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war. Die Meinungen zum iPad Stylus gehen weit auseinander, aber meine Eindrücke sind alle auf der Plus-Seite. Heute stelle ich euch den ungewöhnlichen Stift vor.
Haptik und Verarbeitung
Was als erstes auffällt ist das Gewicht und das Material des Adonit Jot Pro. Der Stylus ist für seine Dimensionen ungewöhnlich schwer, was aber absolut positiv zu bewerten ist, da er so angenehm ausbalanciert in der Hand liegt.
Das Gehäuse des Stiftes ist aus einer Aluminium/Stahl Mischung und damit extrem widerstandsfähig. Besser noch ist aber, dass der Griffbereich mit Gummi ummantelt ist – damit rutscht euch der Stift nicht aus der Hand sondern lässt sich sehr gut halten.

Der Adonit Jot Pro mit Verschlusskappe noch ganz unscheinbar
Wer einen iPad 2 bzw. das neue iPad besitzt darf sich außerdem über einen eigebauten Magneten freuen – bringt den Stylus in die Nähe eures iPad und schwupps kleben sie zusammen.
Metallkugel statt Gummispitze
Anders als bei den regulären Stylus hat der Adonit keine kapazitive Spitze aus Gummi sondern verfügt statt dessen über eine kleine Metallkugel, an deren Vorderseite (unten) ein durchsichtiges Plastikplättchen angebracht ist.

Die Spitze besteht aus einer kleinen Metallkugel an einem durchsichtigen Plättchen
Was auf den ersten Blick wunderlich anmutet funktioniert beim Schreiben jedoch erstaunlich gut. Durch die relativ dünne “Spitze” des Stiftes und die Möglichkeit, durch das Plastikplättchen hindurch zu sehen, könnt ihr sehr präzise arbeiten.

Die Spitze von unten - hier kommt nur das Plastikplättchen auf den Screen, niemals die Metallkugel
Natürlich würde diese Konstruktion bei alltäglichem Gebrauch nicht lange halten, wenn man sie ungeschützt transportiert. Deswegen besitzt der Adonit Jot Pro eine Schraubkappe, welche die empfindliche Spitze beschützt und während des Schreibens hinten auf das andere Stiftende aufgeschraubt werden kann.

Zum Schutz gibt es eine Verschlusskappe für die Spitze
Fazit
Das Schreibgefühl ist für mich insgesamt extrem gut gewesen. Von der Präzision können aus meiner Sicht nur die Smartpens von Aiptek und Cregle mithalten, aber diese haben wieder den Nachteil, dass sie auf bestimmte Apps angewiesen sind und ein Dongle zur Kalibrierung benötigen.
Der Jot Pro funktioniert mit jeder Schreibapp – beispielsweise UPAD, GoodNotes, Penultimate etc – und ist dazu auch noch wesentlich preiswerter. Als einziger Schwachpunkt fällt das Plastikplättchen vorne am Stift auf – da ich den Stylus nur wenige Wochen getestet habe, weiß ich nicht, wie sich der Stylus auf ein halbes oder ganzes Jahr gesehen macht.
Meine Begeisterung wurde von den Teilnehmern bei mac at camp übrigens geteilt – der Adonit Jot Pro war der Stift, der die meisten in meinem Workshop zu Handschrift auf dem iPad interessiert hat und schließlich habe ich auch nachgegeben und ihn an einen Teilnehmer abgegeben, obwohl ich ihn eigentlich wieder mit nach Hause nehmen wollte.
Von mir gibt’s wegen der exzellenten Verarbeitung und der sehr guten Schreibresultate deswegen die Höchstwertung und eine klare Kaufempfehlung. Den Adonit Jot Pro könnt ihr bei Amazon ab 23,00€ kaufen (und wenn ihr es über diesen Link tut unterstützt ihr AppForThat gleich mit).
Rating: 



Das könnte Dich auch interessieren:
- Im Test: Wacom Bamboo Duo – Der 2-in-1 Stylus für iPad und iPhone
- Kensington Stylus für iPad – Cyberport Produktest
- Im Test: Boxwave EverTouch Stylus & Slimline Stylus für Schreiben auf dem iPad
- Jot Touch – Der druckempfindliche Stift für iPad
- Im Test: AluPen Pro von JustMobile – Der neue Stylus-Standard

Ganz meine Meinung – danke für den informativen Artikel.
Der Jot Pro vermittelt durch die dünne Spitze ein natürliches Schreibgefühl und somit erst die Möglichkeit sehr genau zu arbeiten. Den Bamboo Stylus habe ich dafür wieder zurückgeschickt.
Wie ist es denn beim Zeichnen? Ich stelle mir das sehr schwierig vor, weil ich z.B. beim schnellen Zeichnen von Strichen immer wieder den Stift anhebe und neu aufsetze. Denke dafür wäre dieser Pen hier ungeeignet, richtig?
Hi assbach,
das ist wie immer Geschmackssache. Ich meine, dass man beim “normalen” Zeichnen schon mit dem Stift klar kommt, aber wenn du viel skizzierst und schnell arbeitest, kann es vielleicht (!) etwas mühsam werden.
Ich habe damit auch ein wenig gemalt und fand es ok, aber ich mache auch nichts Anspruchsvolles; wenn du den Stift nicht heftig absetzt sondern gezielt aufsetzt, sollte es eigentlich keine Probleme geben.
Danke
Liest sich wirklich gut. Wie ist denn das Plättchen beschaffen? Ist es auch so weich, fast samtig, wie z.B. beim JustMobile Alupen Pro? Man hat ja immer wieder Angst vor Kratzern…
Zeichnen würde mich zudem auch interessieren.
Hi Jan,
das Plättchen ist aus Plastik, aber alle Kanten sind abgerundet. Das Material ist nicht flexibel sondern stabil, aber beim Anfassen merkt man, dass es sich fast ein wenig wie Silikon anfühlt (also eine sanfte Oberfläche hat). Trotzdem ist es fest.
Vor Kratzern brauchst du keine Angst zu haben, es sei denn, du schlägst mit der Spitze auf das Display. Auf dem einen Foto kannst du ja die Unterseite des Plättchens sehen und das Metall ist auf der OBERSEITE, nicht auf der Unterseite. Die Unterseite des Plättchens, welche über das iPad gleitet, ist absolut eben und da sind keine Kanten.
Der Stift ist für jeden geeignet, der “normal” stark aufdrückt und schreibt; kleinen Kindern würde ich ihn aber nicht in die Hand geben. Das würde weder dem Stylus noch dem iPad auf Dauer gut tun.
Hi Julia,
. Ich denke, dann werde ich den Stift einfach mal testen. Bei Amazon kann man ja zum Glück nicht viel falsch machen.
danke für die schnelle Rückmeldung. Das hört sich sehr gut an. Kinder sind (noch) nicht in der Nähe. Bis dahin gibt’s bestimmt schon das sechste “Neue iPad”
Hallo!
Ich habe mit Interesse deinen Artikel gelesen und die Kommentare und Antworten verfolgt. Ich hatte den Adonit Jot Pro bereits und kann dir in all deinen Aussagen nur zustimmen. Nur In einem Punkt vermag ich dir nicht zustimmen: “vor Kratzern braucht man keine Angst zu haben”. Meine persönliche Erfahrung lehrte mich anderes. Bei der Nutzung des Adonit Jot Pro kann es sehr wohl zu Kratzern auf dem Display kommen. Scheinbar kleinste Partikel können sich zwischen der Scheibe und der Platt des Adonit Jot Pro setzen und bei der Nutzung das Display verkratzen. Und ehrlich, niemand kann sich sicher sein, dass sich nicht doch irgendwas auf dem Display befindet und unter der Platte gerät.
Nicht zuletzt ist das auch der Grund dafür, dass der Hersteller darauf hinweist, man solle eine Displayschutzfolie bei der Nutzung des Adonit Jot Pro auf das iPad aufbringen.
Ich hatte für den Adonit eine – extra für den Adonit angeschaffte – Displayschutzfolie und hatte am Ende jede Menge Kratzer auf der Folie.
Trotz all der wirklich guten Eigenschafften des Adonit Jot Pro (insbesondere hat mir der magnetische Halter gut gefallen), habe ich diesen am Ende wegen der Kratzer die er verursacht verkauft. Selbst auf der Folie empfand ich die Kratzer sehr störend.
Also: wer den Adonit nutzen mag, der sollte auf jeden Fall eine Schutzfolie nutzen. Alternativ: sehr genau ( m. E. nicht möglich) darauf achten, dass nichts – nicht mal ein Staubkorn – zwischen Scheibe und Display kommt
Hey Leute,
Habe gerade die Seite hier entdeckt. Wirklich sehr gute Artikel hier!
Ich studiere im Moment Maschinenbau und habe mir jetzt das neue iPad gegönnt, da es mit den ganzen Vorlesungsfolien langsam zu stressig wird und ich mit meinem Mac und iPhone bei einem System bleiben wollte. Im Studien selbst muss ich viele Notizen machen und Skizzen anfertigen, daher kommen, meiner Meinung nach, nur der Adonit JotPro oder die Stifte von Cregle oder Aiptek in Frage. Allerdings sind die noch nicht mit dem iPad 4 kompatibel. (Laut Support kommt von Cregle in ferner Zeit ein iPad 4 Update)
Von dem Adonit ist letztens ein Update herausgekommen mit Feder in der Stiftspitze für den Druckausgleich.
Nun meine Fragen, wie ist das nun mit dem verkratzen des Displays, ich hatte leider noch nie einen solchen Stift in der Hand? Und meint ihr es wird mit dem neuen Stift, durch die Feder besser?
Und von der Präzision, für mich im Studium, benötige ich einen wirklich genauen Stift für Skizzen und Diagramme, meint ihr das der Adonit ausreichend ist, oder ist es besser doch auf den Cregle oder den Aiptek zu gehen?
Danke schonmal!
Gruß Dave