Gestern war so ein Tag, wo ich am Liebsten in mein iPhone gebissen hätte – weil ich konstant bei Twitter gefragt wurde, warum ich denn den gleichen Inhalt so oft tweete. Das würde nerven. Hier meine Stellungnahme dazu (Vorsicht, schnippisch!)
Tweets = Klicks
Ein Blog lebt davon, dass Leute vorbei kommen und es lesen. Nur dann macht es Sinn. Aber wie sollen denn Leute davon erfahren, dass sie bei mir Hinweise darauf bekommen, wie sie iMessage konfigurieren können? Oder warum bestimmte Informationen im Notification Center angezeigt werden oder nicht?
Nicht jeder hat meinen RSS Feed abonniert, wobei dies die einfachste Methode wäre. Nicht jeder ist bei Facebook oder Google+ und sieht meine Ankündigungen zu neuen Themen dort.
Viele sind bei Twitter. Viele Menschen. Und einige davon sind meine Leser. Andere sind eine potentielle Zielgruppe, die Twitter nach bestimmten Schlagwörtern durchsuchen.
Und für die tweete ich. Und – glaubt es oder glaubt es nicht, es ist die Wahrheit – nicht alle Menschen sind konstant online und checken Twitter jede Stunde, selbst wenn sie ein iDevice haben! Ich weiß, ist schwer zu verarbeiten.
Damit ich so viele Twitter User wie möglich erreiche, tweete ich meine Artikel zu unterschiedlichen Zeiten. Ausführliche Analysen meiner Zugriffszahlen auf der Website und der Interaktion von Usern mit meinen Tweets zeigen mir, wann es Sinn macht.
Im Moment sind alle Themen zu iOS 5 der “Renner” und Twitter bringt mir bis zu 1/3 meiner Leserschaft. Bei bis zu 3000 individuellen Besuchern pro Tag ist das eine ganze Menge. Solange ich die Chance habe, pro Tweet bis zu 150 Klicks zu bekommen, würde ich das gerne nutzen denn wenn der Hype zum Thema vorbei ist, werden auch meine Zugriffszahlen = Klicks wieder sinken.
Und ein Blog braucht die Klicks, denn nur über eine zunehmende Leserschaft bleibt AppForThat für Entwickler und Gadget-Hersteller ein attraktiver Partner. Übersetzt heißt das für euch: Nur dann bekommen ich Apps und Gadgets, die ich für euch hier testen kann und euch somit bei einer Kaufentscheidung oder bei der Informationssuche helfen kann.
Teilen macht Spaß – Aber kaum einer macht mit!
Tweeten bedeutet also, dass ich Werbung für meinen Content mache. Und der ist gut! Sonst würde sich diesen Monat nicht schon knapp 40,000 individuelle Besucher auf mein Blog verirrt haben!
Viele von euch profitieren von meinen Artikeln – sei es, dass sie euch bei einer Kaufentscheidung helfen oder bei der Lösung eines Problems.
Aber nur ein verschwindend geringer Bruchteil von euch gibt es weiter! Bei 350 Zugriffen auf den Artikel zum Notification Center (gestern) – wie viele haben diesen Artikel via Twitter, Facebook, Google oder anderer Kanäle geteilt? Hast DU es gemacht? Nein? Warum nicht?
Unter allen Artikeln sind sogar extra gleich Twitter und Facebook Buttons eingebunden, damit es euch noch leichter gemacht wird.
Eure Empfehlung ist die beste Werbung für mich! Wenn ihr euren Freunden meinen Content empfehlt – wenn ihr ihn hilfreich gefunden habt, und bei der Zahl der wiederkehrenden Besucher zu urteilen sind das eine Menge von euch – hat das viel mehr Kredibilität als wenn ich das mache.
Aber viele von euch konsumieren nur, nehmen das Wissen kostenlos an, welches ich in stundenlangen Experimentier-Session vor und nach meinem normalen Job für euch herausgefunden und einfach zu verstehen aufgearbeitet habe.
Nur wenige lassen mich via der Kommentare wissen, wie ihnen der Artikel gefallen oder geholfen hat. Nur wenige Tweeten oder Teilen bei anderen Social Networks (und das sind auch meistens die gleichen Verdächtigen – Danke an euch an dieser Stelle!).
Die meisten nehmen, lernen, nutzen und gehen. Und wiederholen diesen Prozess. Aber zeigen sich in keinster Weise dankbar für den Nutzen, den sie aus diesem Blog ziehen. Und beschweren sich dann (teilweise, nicht alle), dass sie meine wiederholten Tweets nerven.
Sorry, Leute, aber wie bitte soll ich denn dieses Blog sonst am Leben halten? Denkt ihr, die Leser kommen alle von alleine? Ich investiere 40h die Woche in das Blog und monatlich um die 100 Euro Grundkosten – das alles versuche ich mit vielen Lesern, vielen Klicks und der geschalteten Werbung zu refinanzieren, weil es anders nun mal nicht geht.
Wenn euch das nicht passt, habe ich 2 Vorschläge für euch:
- Ihr macht mit und unterstützt AppForThat, indem ihr den Content teilt. Der super Vorteil für alle: Ich muss nicht ständig das gleiche Tweeten/Sharen, wir erreichen mit eurem Teilen noch mehr Leute, die von meinem Content profitieren und eure Timeline sieht wieder hübsch aus und ihr seid nicht genervt.
- Ich stelle AppForThat ein, spare mir die Zeit und das Geld und ihr sucht euch eure Tips und Hilfen anderswo, am Besten auf englischsprachigen Seiten, welche die meisten von euch so sehr lieben und so gut verstehen.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt einige von euch vergraule – überlegt mal, was ihr hier für lau bekommt und was ihr im Gegenzug “erdulden” müsst. Sollte eigentlich ein fairer Trade sein.

Bravo Julia
Gute Artikel. Viele unserer Follower verstehen leider nicht wie viel Arbeit hinter so einem Blog steht und das man sich seine Zugriffszahlen konstant erarbeiten muss und da gehört Social Media absolut dazu.
Weiter so!
Gruss JC
PS: Meine Zahlen sind seit iOS 5 auch explodiert, macht Spass zu sehen das man Themen schreibt welche den Leuten gefallen bezw. etwas bringen
Sehr guter Artikel, und so schnell wirst du mich nicht los
Und ich muss mir auch Asche auf mein Haupt streuen, denn ich bin auch einer von denen der eher selten teilt, obwohl ich sehr intensiv deinen Blog lese und ich gelobe hiermit Besserung. In der Hoffnung das du nicht doch noch den Blog einstellst und ich meine Infos auf englischen Seiten suchen muss.
Auch bin ich der Meinung das der deutschen (Apple)Blog-Szene ein großer und wichtiger Teil fehlen würde wenn du nicht mehr da wärst.
Daher “ertrage” ich es mit einem Lächeln das du mehrmals am Tag die gleichen Sachen postest.
Also mache bitte weiter so wie bisher, ich würde sonst was vermissen. Und ich verspreche das ich öfter mal deine Sachen teilen werde.
Ich muss gestehen, ich habe auch schon gedacht “wie oft muss sie denn diesen Link noch tweeten?” Aber dann dachte ich, du würdest das vermutlich nicht machen, wenn es dir nicht konkret neue Leser bringen würde. Und je mehr Leser AppForThat hat, umso besser für uns alle.
Ein paar mehr Tweet-Wiederholungen in meiner Timeline sind ein Preis, den ich gerne bezahle für gute Blogbeiträge. Und vielleicht kann ich mich ja in Zukunft mal aufraffen, selbst mehr Links zu deinen Artikeln zu posten.
Hey Julia,
ich sage auch mal: Bravo! Couragiert und ehrlich. Ich mag deine Blog-Einträge und lese die sehr gerne. Manchmal aber erst sehr spät, da die Themen mir schon bekannt sind. Trotzdem finde ich es gut bei Twitter hin und wieder erinnert zu werden: da war doch was!
Asche auf mein Haupt ich teile deine Tweets nicht gerade oft. Aber ich mag deinen Schreibstil und deine – ich sage es mal so – Vehemenz.
Keep up the good work.
Gruß, Gerry.
Hey, gutes Blog, lese schon eine Weile und hab mich (leider) auch ein bissl wiedererkannt. Sharen bringt bei mir nix, würde die paar Leute mit iPhone “nerven” weil sie sich nicht wirklich dafür interessieren.
Was ich aber sagen wollte. Schon mal nachgedacht Disqus als Kommentar-Funktion einzubinden?
Dann würd ich auch weit öfter Kommentare schreiben
Viele Grüße und weiter so
iLama
Wurde sooft nachgefragt? Ich fand meine Frage legitim und es war die blanke Neugier zu wissen, was der Hintergrund der wiederholenden Tweets ist. Musst man ja nicht direkt negativ auffassen, oder?
Also ich kann das sehr gut nachvollziehen, warum du twitterst wie du twitterst! Ich selbst folge nicht so vielen Leuten wie mir (privat account meine ich jetzt) folgen und hab schon da nicht die Lust alles nachzulesen. Wenn ich zeit hab Schau ich auf die Timeline- und dann freue ich mich immer was von dir zu lesen!
Ich stimme dir, was die Kernaussage deines Artikels angeht, vollkommen zu. Und deine Artikel sind wirklich gut recherchiert, meist sehr ausführlich und du investierst viel Zeit in das Blog und das sollte irgendwie honoriert werden bzw. sich auszahlen. Muss nicht immer monetär sein, aber für nix macht man sowas nicht, ist klar.
ABER(!) – und bitte nicht falsch verstehen – dein Beitrag hier liest sich eher wie ein großes Mimimi und kommt auch ein wenig arrogant rüber: “Hach, mein Blog ist so geil, deswegen lesen es ja sooo viele Leute.”
Bitte wirklich nicht falsch aufschnappen. Ich mag dich, dein Blog und ich werde weiterhin hier Leser bleiben. Aber wenn man mich fragt, was eher die Entscheidung geben würde, nicht mehr hier mit zu lesen, wäre das dieser Artikel und nicht deine zig Tweets zu einem Beitrag.
Man muss nicht alles rechtfertigen… Lass die Leute reden
Und vor allem: Mach weiter so!
Liebe Grüße
Ben
Ciao Julia
ich habe mich auch schon oft (ein kleines bisschen) geärgert über deine vielen mehrfach-tweets. Den Grund konnte ich mir denken – ist ja nicht so schwer, drauf zu kommen.
Ich möchte nur den Hinweis geben, das du hier einen scharfen Grat lang wanderst. einerseits können Mehrfach-Tweets tatsächlich den ein oder anderen Leser zusätzlich auf den Blog locken, der es sonst übersehen hätte. Andererseits könntest du ebenso viele oder gar mehr Stammleser verlieren, weil sie sich zugespammt fühlen. Vielleicht gibt dir die Webserver Statistik Aufschluss, ob die nennenswert viele Besucher bekommst nach einem wiederholten Tweet.
Den Blog lese ich regelmässig und ich würde etwas vermissen, wenn es ihn nicht gäbe.
Ach ja, noch ein Nachtrag zum Thema “Information im Netz ist kostenlos”: je mehr Apps oder Filter wie der Safari Reader dem Leser Informationen liefern ohne die daneben geschaltete Werbung, desto schwieriger wird es sicher, von Content im Netz zu leben. Es gibt aber auch sehr lobenswerte Ansätze, Geld fliessen zu lassen:
Zum Beispiel Flattr, wo ich mit einem einfachen Mausklick Geld verteilen kann.
Oder auch Readability, die gegen einen monatlichen Pauschalbeitrag Websites bezahlen, deren Content durch Readability geschleift wird.
Vielleicht machst Du mal einen Blog-Entry darüber?
Ich kenne deinen Blog nicht und die Inhalte sind auch nicht so mein Fall (mangels Interesse an iPhones/Smartphones Zeugs).
Allerdings verstehe ich dich und dein Anliegen sehr gut. Ich drücke dir Daumen, das Du es schaffst, ein paar der Schnarchnasen mal wachzurütteln
Gruß aus der Blognachbarschaft,
Andreas
Hi, gebe dir recht die meisten lesen es und teilen es dann nicht. Wenn mir persönlich ein Artikel gefällt, denke ich mir, er könnte auch meinen Follower/Freunden gefallen. Die Mehrheit der Menschheit ist aber, meiner Meinung nach, Egoistisch veranlagt und denkt somit nicht mal im entferntesten dran was mit ihren Mitmensch zu teilen.
Sei froh das du so viele Leser, ich investiere jede Woche min. 10 Stunden für ca. 16 Leser am Tag, aber ich glaube an die Sache/Projekt (ist rein local).
Mach weiter so, Greetz Johnnyr
Also ich kannte deinen Blog noch nicht. Und ich habe davon bei G+ erfahren (mir fehlt hier der Butteon zum Plussen), wo er diverse male in meiner TL auftauchte. Ich finde den Artikel sehr gut und kann das so auch voll unterschreiben, von daher habe ich den Artikel ebenfalls geteilt und packe den Blog hier nun auch in meinen Reader.
Man muss nun wirklich nicht alles rechtfertigen. Scheint zwar gerade Mode in der Blogosphäre zu sein, doch man muss ja nicht jeden Trend mitmachen.
Nimm die Kritik doch an und stecke deine Zeit lieber in Lösungsansätze, als in Erklärungsversuche. Ich bin zugegeben auch etwas genervt von der Anzahl an Tweets zu einem Blogeintrag. Das betrifft jedoch nicht nur diesen Blog, sondern ist generell der Fall. Jeder nutzt Twitter halt anders. Da ich die fast alle Artikel hier über den RSS Feed im Google Reader “entdecke”, sind die Hinweise auf Twitter etwas nervig. Mir persönlich ist es lieber, wenn ich auf Twitter “unique” Content bekomme, der das Blog ergänzt und Blogbeiträge sinnvoll (z.B. weil relevant zu aktuellen Themen) einbringt. Ich bin jedoch NUR einer von X Followern.
Du könntest z.B. deine Besucher mal darauf hinweisen, dass sie “auf dem laufenden bleiben”, wenn sie den RSS Feed abonnieren. Auf den Artikelseiten fehlt leider jeglicher Hinweis dazu. Zudem würde man das “sharing” erhöhen, in dem es z.B. einen Twitter bzw. Facebook Button gibt. Ein “like” ist nunmal schneller geklickt, als das Teilen eines Beitrages via Shareholic-Plugin.
Bin auf diesen Artikel aufmerksam geworden durch G+.
Toll zu lesender Artikel mit prima Kernaussagen und elegantes Theme
@iFrick: Danke!
@Thomas: Danke, dass du mir die Treue hältst
@Thorsten: Danke für dein Verständnis!
@Gerry: Ja, wenn mir die Hutschnur reißt, dann richtig
@iLama: Ist technisch nicht so ganz ohne, da dieses Blog bereits sehr viele Modifizierungen hat und alle Änderungen untereinander klarkommen müssen. Ich werde aber mal schauen, ob es sich realisieren lässt. Danke für den Vorschlag.
@Thorsten: Bei nur einer Frage hätte ich gewiss nicht diesen elaborierten Post geschrieben…
@Borko: Danke für deine Treue!
@Ben: Für die Interpretation meiner Aussagen kann ich nichts.
@Karsten Seiferlin: Flattr, Readability etc sind alle hier als Optionen unter jedem Post. Und wie ich im Artikel schrieb: Meine Tweets basieren auf Analysen meiner Zugriffsstatistiken etc.
@Andreas: Danke!
@Johnnyr: Danke für deinen Kommentar!
@Dangerblood: Plus Button ist ganz oben am Anfang des Textes. Und danke für’s Lesen!
@Jason: “Liken” Buttons und dergleichen befördern mich als Bloginhaber in eine rechtliche Grauzone. Dazu gibt es sehr viel Onlinematerial, wenn du dich belesen magst. Ich kann als Privatmensch nicht riskieren, abgemahnt zu werden und werde immer die sichere Route wählen.
@xmjay: Danke und danke
Die tweets stören mich nicht, und normalerweise komme ich via g+ hierher. Nur das mit dem +1 Button kann ich nicht bestätigen! Ich habe hier in der mobilversion des Blogs keinen. Mir ist es egal da ich es in G+ direkt mache aber vielleicht hat @dangerblood ja ein ähnliches Problem.
Nachtrag: liegt tatsächlich am
Mobile theme, wenn ich auf die normalansicht umschalte taucht der +1 Button auf.
Bug oder Feature ?
Immer Feature
Nein, Scherz beiseite, ich schau’s mir mal an
Das Thema mit dem Teilen und Weitergeben ist leider ein leidiges, zu wenige machen es, fordern aber immer mehr Content. Mich persönlich stört es (und das meine ich ernst) nicht die Bohne, ob dein Tweet nun einmal oder dreimal in meiner TL auftaucht, wenn ich ihn schon kenne, überlese ich ihn eben, schau sowieso auch so auf deinem Blog vorbei – da ist der Tweet eher eine Art “Reminder”, “hey, bei der Julia gibt’s ja noch den Artikel..”. Mach weiter so, finde deinen Blog Klasse und von Spam kann ich wirklich nichts erkennen.
Bin ich mit einverstanden. Bin heute zum ersten mal auf AppForThat.de gekommen. Keine Ahnung mehr, wie, aber ich bin da und habe mir nach ein, zwei Berichten gleich mal den RSS aboniert. Aus dem Grund weil ich dabei nix verpasse und meine Twitter-Timeline “sauber” bleibt. Ausserdem gibts für solche wie “dich” ja die Listen, bei welchem man Leute hinzufügen kann, ohne, dass man ihnen gleich folgt. Da hab ich eine Liste die heisst “Service & Tools” wo ich alle App Entwickler, Handy-Anbieter, Mobilfunk-Provider und dergleichen hinzufüge und ab und zu mal rausschaue. Ich bin der Überzeugung, dass ich dir ein treuer Leser sein werde, iFrick ist zum Beispiel schon seit langer, langer Zeit in meinem Google-Reader drin. Hätte ich die Zeit, würde ich meinen Blog wohl auch öfters pflegen. Schau mal rein. Lieber Gruss
Hallo und herzlich Willkommen, Sandro! Ich hoffe, dass ich dir auch in Zukunft mit guten Inhalten deinen RSS Feed “versüßen” kann